Master
Wintersemester 2023

Vitrinenwelten

MA-Stegreif

Ausgabe: Dienstag, 9. Januar 2024, 13 Uhr, PB-A 120/3 (Büro)

Anmeldungen über unisono

Univ.-Prof Tobias Becker
Wiss. Mitarbeiterin Nieves de la Fuente

Master
Wintersemester 2023

Entwurf und Gestaltung

© Tobias Becker

Entwicklung freier Projekte zu ausgesuchten raumbezogenen Fragestellungen entlang künstlerischer Strategien und Arbeitsweisen. Genauere Informationen erfolgen bei der Einführung.

MA 01.2 Entwurf und Gestaltung
Beginn für beide Gruppen: Dienstag, 14. November, 14 Uhr, PB-K 001 (Simone)

Univ.-Prof. Tobias Becker

Master
Wintersemester 2023

WORLDBUILDING - Simulation vs. Utopie

© Nieves de la Fuente, Topanga Canyon, Kalifornien 2023
Wir können sagen, dass allein die Tatsache, in der Welt zu leben, die nahezu unvermeidliche Notwendigkeit mit sich bringt, aus ihr zu entkommen oder den Drang, sich andere mögliche Welten vorzustellen, in denen wir nicht den gleichen physischen, sozioökonomischen oder geopolitischen Regeln unterliegen. Diese Merkmale definieren und ermöglichen unsere ortsgebundene Existenz, beschränken uns jedoch gleichzeitig so sehr, dass wir aus rebellischem Handeln angetrieben sind, sie zu brechen. Schon seit den Zeiten von Christine de Pizan oder Thomas Morus (14.-15. Jhd.) werden uns utopische Gesellschaften vorgestellt, die zumindest als Gedankenkonstrukt funktionieren: Die Utopie reißt uns aus unserem gegenwärtigen Zusammenhängen heraus und versetzt uns in fiktive Umgebungen, die der anderen Regeln unterliegen und uns, die die Dysfunktionalität (oder den Pragmatismus) unserer aktuellen Welt anzeigen. Utopien sind aber – per Definition – unerreichbar. Wir beschäftigen uns im literarischen Kontext permanent damit, neue Welten zu erschaffen und sie durch ihre Lektüre  zu bewohnen. Aber was passiert, wenn technologische Entwicklungen und die Entstehung von Game-Engines es uns zum Beispiel ermöglichen, AkteurInnen in diesen erdachten Orten zu sein? Kann Worldbuilding eine Widerstandsstrategie sein? Eine Form der Flucht? Eine Möglichkeit, die Realitäten, die uns beschäftigen, auszusetzen und uns von ihnen zu lösen? Wenn wir neue Welten erschaffen, schaffen wir auch die Grenzen, die sie begrenzen? Sind Worldbuilding und das limitierende Gatekeeping miteinander verwandte Konzepte? Impliziert Worldbuilding unausweichlich eine Kontrollstrategie? Und wenn wir aufwachen würden, um festzustellen, dass wir in einer Simulation leben? Diese Möglichkeit wurde lange von Philosophen wie Nick Bostrom diskutiert. Andere Denker wie Stephen Hawking behaupteten, dass die Wahrscheinlichkeit, in einer Simulation zu leben, bei über 50 % liegt, während Persönlichkeiten wie Elon Musk die Unmöglichkeit, in einer simulierten Welt zu leben, in einem Verhältnis von eins zu einer Billion einschätzen. In diesem Seminar möchten wir Strategien des Worldbuilding betrachten und diese durch den Einsatz von Technologien ähnlich derer zur Erstellung von „Walking Simulatoren“ (UnitySpatial) in die Praxis umsetzen. Unser Ziel ist über die Inspirationen und Motive nachzudenken, die uns dazu bringen, Utopien zu erschaffen. Letztendlich geht es darum, ein Fragment einer erdachten Welt zu erschaffen, über die Gesetze nachzudenken, denen dieser Ort folgt, warum und wie er existiert. Wenn es tatsächlich wahr ist, dass wir in einer Simulation leben, warum nicht darüber nachdenken, wie wir sie erschaffen hätten, wenn wir dafür verantwortlich gewesen wären? Und überhaupt: was hat das alles mit Architektur zu tun Unter den geplanten Aktivitäten des Seminars steht der Besuch der Ausstellung „Worldbuilding“ in der Julia Stoschek Collection in Düsseldorf, geführte Meditationen zu den Utopien unseres Unterbewusstseins, Virtual Reality Worldtravelling und Online-Treffen in von euch selbst erschaffenen Welten. Für die Teilnahme am Seminar ist die Verwendung eines Laptops erforderlich, den ihr im Unterricht verwenden könnt. Vorkenntnisse im Umgang mit Game Engines sind nicht erforderlich, aber grundlegende 3D-Kenntnisse sind empfehlenswert.
Techniken: 3D-modelling, Zeichnungen, VR-Anwendungen… 
 
mittwochs 10-12 Uhr, PB-K 001 (Simone), erster Termin 11. Oktober Dozentin: Wiss. Mitarbeiterin Nieves de la Fuente Gutiérrez Weitere Informationen auf unisono

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Wintersemester 2023

KUNST IN ECHT
Tagesexkursionen

Nordrhein-Westfalen verfügt über eine dichte und sehr hochkarätige Museumslandschaft. Das Lehrgebiet Gestaltung & Gestaltungstheorie nimmt diesen Umstand zum Anlass, über das Wintersemester hinweg eine Reihe von Tagesexkursionen zu ausgesuchten und leicht erreichbaren Museen und Ausstellungen anzubieten. Das Angebot richtet sich an Studierende des Bachelor- wie des Masterstudienganges. Die Zielorte sowie die Anzahl der Exkursionen sind frei wählbar. Studierende des Bachelors können sich die Exkursionstage anrechnen lassen.

Die Exkursionen werden organisiert und begleitet von Nikola Ukic, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrgebiets. Er führt vor Ort allgemein in die Ausstellungen ein. Zudem werden ausgesuchte künstlerische Arbeiten im Detail diskutiert. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt der zeitgenössischen wie der modernen Skulptur. Zudem bieten die Exkursionen die Möglichkeit, sehr unterschiedliche Museumsbauten kennenzulernen.

Anmeldung per mail an Nikola Ukic: Nikola.Ukic@uni-siegen.de
Anmeldeschluss ist je eine Woche vor der jeweiligen Exkursion (Donnerstagabend, 20 Uhr)

Die Studierenden erhalten nach Ende der Anmeldefrist umgehend Rückmeldung. Sollte es weniger als fünf Anmeldungen pro Exkursion geben, wird die Exkursion nicht stattfinden. Auch darüber würden die Studierenden rechtzeitig informiert.

freitags zu den genannten Terminen
vor Ort

Beginn jeweils zu den genannten Terminen

BA & MA

Dozent:
Wiss. Mitarbeiter Nikola Ukic

Mehr Informationen auf der Projektseite unter:
https://web3.webhosting.zimt.uni-siegen.de/gestaltung/index.php/exkursionen-wintersemester-2024/