In unserem Showroom sind studentische Arbeiten aus vergangenen Veranstaltungen des Lehrgebiets versammelt, die exemplarisch unseren Umgang mit gestalterischen Fragen veranschaulichen.
Bachelor / Master Wintersemester 2025
Fassadenworkshop - Replay / Remix / Reinvent
Thema des Seminars war die akkurate Erstellung von Fassaden im Modell. Wir betrachteten Siegener Fassaden aus den 1950er bis 1980er Jahren, dokumentierten sie fotografisch möglichst genau und bildeten sie in einem kompakten Workshopformat nach. Der direkte und detailgetreue Nachbau im Modell trug nicht nur zum tieferen Verständnis bestehender Fassadengestaltung bei, er ist auch als Beitrag in der Diskussion über den Umgang mit dem Bestand zu verstehen: Erst wenn der Bestand bewusst wahrgenommen und gelesen werden kann, wird man ihn auch klug umbauen können. Die Exponate begleiteten den 13. Siegener Bautag 2025 zum Thema „Fassaden – Replay / Remix / Reinvent“.
Vielen Dank an Christian Prochaska und Nadine Nordmann für die konstruktive Mitarbeit bei diesem Projekt.
Abbildungen: Dilara Acikel-Birkan, Lamia Birkan, Vivian-Ann Dedial, Alvina Gura, Natalie Hundt, Jacqueline Husser, Vanessa Mazzei, Isabel Mehlau, Carl Roller, Erik Scheid, Sophie Tandogan, Lutz Wehnert
Master Sommersemester 2025
Malerei – Bildräume zwischen Abstraktion und Einfühlung
Vor dem Hintergrund Wilhelm Worringers Abhandlung „Abstraktion und Einfühlung“ von 1908 näherten sich die Studierenden über Museumsbesuche und die Diskussion ausgesuchter Beispiele der Geschichte der Abstraktion in der Malerei des 20. und 21. Jahrhunderts. Im Vordergrund stand die malerische Verhandlung des Raums. Aufbauend auf Einführungen in die Praxis durch unsere Gäste Michael Markwick und Myrtia Rockstroh entwickelten die Studierenden eigene malerische Ansätze und Fragestellungen, die in Bildserien verdichtet wurden.
Abbildungen: Sandy Al Sherfawi, Vivian-Ann Dedial, Nicole Fischer, Alvina Gura, Simona Hoff, Evelina Krumm, Michelle Manteufel, Isabel Mehlau, Nils Raupach, Violetta Schewerda, Nils Stalder, Sophie Tandogan
Bachelor/Master Sommersemester 2025
Exkursion nach Belgien
Arbeiten in der offenen Landschaft
Arbeiten in der offenen Landschaft hieß genau das: Sich losgelöst von vorgegebenen Fragestellungen dem Ort nähern, der Landschaft und den eigenen Gedanken und Vorstellungen – fünf Tage der Entschleunigung und künstlerischen Reflexion.
Master Wintersemester 2024
Entwurf & Gestaltung
Die medial hochkomplexen Umgebungen unserer Zeit verpflichten uns zu einer Befragung ebendieser medialen Kontexte; zum einen hinsichtlich des Verständnisses von „Raum“ in der architektonischen Praxis, zum anderen – grundsätzlicher – bezogen auf die eigenen Lebenswirklichkeiten, die auf vielen Ebenen von Momenten der Simulation durchzogen sind. Mit Rückgriff auf Baudrillards Begriff der Hyperrealität entwickelte sich die Leitfrage dieses Pflichtseminars: Wie konstruiert und konstituiert sich Raum, der uns umgibt und in dem wir leben? Die Studierenden näherten sich dieser Fragestellung über eine künstlerische wie forschende Auseinandersetzung. Abschließend präsentierten die Studierenden ihre künstlerischen Arbeiten mitsamt textlicher Reflexionen in einer Ausstellung mit dem Titel „Simulation und Wirklichkeit“..
Abbildungen: Dilara Acikel-Birkan, Vivian-Ann Dedial, Samantha Harbauer, Jacqueline Husser, Julia Nilovic, Nils Raupach, Tim Rother, Rebecca Sasse, Florian Schönauer, Sophie Tandogan, Franziska Wachs, Matthias Walbröl, Lennart zur Bonsen
Master Sommersemester 2024
Shape of You
Die Studierenden widmeten sich der Formanalyse des menschlichen Körpers. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Komplexität der Körpersprache: Es wurde ein breites Spektrum nonverbaler Kommunikation, Abstraktion und dreidimensionaler Formgestaltung analysiert. Die daraus entstandenen Formen wurden in natürlicher Körpergröße aus Ton, Holz, Jute, Draht und Gips hergestellt. Anschließend setzten die Studierenden diese Formen in einen Dialog mit dem architektonischen Raum des Campus Paul Bonatz.
Buddies And Strangers Arts of Living on a Damaged Planet
Es wurden Multi-Spezies-Erzählungen entwickelt, über die einer ungewissen, womöglich dystopischen Zukunft mit neuartigen Wesen, Narrativen und Bildern begegnet werden kann. Die Konzepte dazu wurden entlang des Buches „Arts of Living on a Damaged Planet: Ghosts and Monsters of the Anthropocene“ erarbeitet, einer prominenten und viel diskutierten Essaysammlung, die uns die Konsequenzen aufzeigt, die unser Leben auf dem Planeten als Destabilisator des empfindlichen Gleichgewichts unser Ökoysteme mit sich bringt. Techniken: Digital Sculpting (Zbrush), 3D-Scans, Ton-Skizzen, Zeichnungen, Augmented-Reality-Anwendungen.
Abbildungen: Nicole Braisch, Anja Hartnagel, Maria Paula Ramirez, Tim von der Heyde, Luca Weigel